FREIWILLIGE FEUERWEHR LAUTERBACH

GEMEINDE BERGKIRCHEN

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First Responder Lehrgang

26.01. - 10.02. 2007
Im Januar und Februar fand bei der FF Lauterbach ein First Responder Notfall Lehrgang statt. An dem Kurs nahmen insgesamt 28 Personen teil. Davon 23 Mitglieder der Feuerwehr und 5 Bürger Lauterbachs. Der First Responder Notfall Lehrgang für die Feuerwehr, soll den Feuerwehrangehörigen die nötige Sicherheit geben, auf medizinische akut Situationen adäquat zu reagieren. Um bei Einsätzen das therapiefreie Intervall zu verkürzen und den steigenden Anforderungen im täglichen Einsatzalltag gerecht zu werden, wurden bei diesem Lehrgang folgende Schwerpunkte gesetzt. 

  • Das Trainieren von Wiederbelebungssituationen unter Anwendung eines automatisierten Defibrillators.
  • Die Versorgung von (traumatisierten) verunfallten Patienten, durch elementare Maßnahmen wie Sauerstoffgabe und Immobilisation.
  • Erweiterte Kenntnisse bei speziellen Notfallsituationen, (z.B. Kindernotfälle, Schaganfallversorgung etc.)
  • In den 22 Unterrichtseinheiten vermittelten die Ausbilder theoretische, wie praktische Lerninhalte der Notfallmedizin. Die Teilnehmer erhielten Informationen über: Grundlagen der Anatomie und Physiologie, der Krankheitslehre, verschiedene besondere Notfall Situationen, wie auch intensive Kenntnisse über die Herz-Lungenwiederbelebung (mit AED Defibrillation) und die Versorgung von schwer verletzten Patienten.

Andreas Bigelmaier und Robert Staffler von den Feuerwehren Lauterbach und Oberschweinbach (beide Rettungsassistenten bei der Berufsfeuerwehr München) stellten das Ausbilder Team. 

Besonderer Dank gilt aber der Feuerwehr Lauterbach, den Kommandanten und Vorständen für ihre Tatkräftige Unterstützung im Bereich der Logistik und Verpflegung. Gleichfalls möchten wir uns sehr herzlich bei der Firma Panomed Weßling bedanken, die diesen Lehrgang mit notfallmedizinischen Materialien unterstützt hat. 

Reanimation mit AED = Automatisierter externer Defibrillator

Dem plötzlichen Herztod (die häufigste Todesursache in den westlichen Industrieländern) geht in 70-80% der Fälle einsogenanntes Herzkammerflimmern voraus. Dieses Herzkammerflimmern stellt eine total unkoordinierte Herztätigkeit dar,bei der es zu keinerlei Auswurfleistung des Herzmuskels kommt. Nur durch den Elektroschock eines Defibrillators (AED) kann dieser Zustand durchbrochen, und in eine geordnete Herztätigkeit übergeleitet werden. Die zuvor, hoffentlich unmittelbar nach dem Ereignis einsetzende Herz Lungen Wiederbelebung (HLW) durch Laien, ermöglicht dem Patienten eine Minimaldurchblutung der lebenswichtigen Organe. Sie ist somit Garant, dass es zu keinen bleibenden Hirnschädigungen kommt. Außerdem gewährleistet sie dass das therapeutisch günstige Kammerflimmern längere Zeit vorhanden ist und damit die Prognose für eine erfolgreiche Defibrillation steigt.

Gerade aus diesen Gründen stellt die Laien HLW ein so wichtiges Glied in der Rettungskette dar. Nur wenn alle Glieder dieser Kette ineinander übergreifen ist ein Überleben des Patienten möglich.  Auf keinen Fall aber ist die alleinige HLW in der Lage einen Patienten bei dem ein Herzkammerflimmern vorliegt, wieder in das Leben zurückzuholen. Dieses kann nur der Strom des AED gewährleisten.

A.Bigelmaier

 
Gemeinde Bergkirchen
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