Es gibt zwar kein Protokoll einer Gründungsversammlung, aber in der Stammliste der Feuerwehr Lauterbach wurden mit Datum 1. Januar 1901 als aktive Mitglieder der Feuerwehr geführt:
Joseph Gierster Gräfl. Förster Vorstand
Christian Hartmann Schuhmacher Kommandant
Heinrich Eder Gräfl. Gärtner Schriftführer
Balthasar Hellmayer Wasenmeister Kassier
Peter Hechendörfer Zimmerpolier Zeugwarth
Johann Socher Schreiner Zugführer
Anton Oswald Maurer Zugführer
Georg Winter Hafner Zugführer
Gregor Fritz Musiker Hornist
Johann Anderl Maurer Sanitäter
Michael Mayer Maurer Spritzenmann
Simon Schmid Maurer Spritzenmann
Franz Gierster Schäffler Spritzenmann
Joseph Rind Maurer Spritzenmann
Benedikt Burgstaller Maurer Spritzenmann
Johann Maier Sattler Spritzenmann
Joseph Heigl Schäffler Spritzenmann
Alois Maier Sattler Spritzenmann
Jakob Mayer Ökonom Spritzenmann
Leonhard Ell Gütler Spritzenmann
Johann Haas Metzger Spritzenmann
Matthias Märkl Maurer Spritzenmann
Simon Heckenstaller Schneider Spritzenmann
Johann Reinbold Gütler Spritzenmann
Andreas Buchberger Viktualienhändler Steiger
Jakob Asam Zimmermann Steiger
Georg Hofmann Wagner Steiger
Johann Blank Maurer Steiger
Sebastian Strauß Maurer Steiger
Johann Kain Zimmermann Steiger
Lorenz Vetter Holzhändler Steiger
Matthias Oswald Maurer Gruppenführer
Diese 32 Männer waren also die Gründungsmitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Lauterbach.
Man ist damals auch gleich dem Bezirksfeuerwehrverband Dachau beigetreten. Jedenfalls wurde in der Verbandsversammlung am 9. Juni 1901 in Indersdorf die Gründung der Feuerwehr Lauterbach im Jahre 1900 ausdrücklich erwähnt. Der Mitgliedsbeitrag betrug 20 Pfennig.
Die Ortschaft Lauterbach hatte seinerzeit 347 Einwohner.
Natürlich war es Pflicht für die neugegründete Wehr, gleich an der Fahnenweihe in Wiedenzhausen 1901 teilzunehmen.
Ausrücken musste man auch zu Bränden nach Eisolzried beim „Deininger“ und beim „Bauern“. Auch beim Huber in Palsweis musste der Brand des Wohnhauses gelöscht werden.
1904 musste die Wehr zu einem Brandeinsatz nach Eisolzried. Beim Kiening brannte der Pferdestall.
1906 musste der Kirchturm, der auf dem Dach der Kirche war, abgetragen werden, weil seine Baufälligkeit sonst zum Einsturz hätte führen können.
1907 musste man zum „Sigl“ nach Bibereck, dort hatte ein Blitz beim Bauern Haas eingeschlagen.
1911 Die Männer der Wehr mussten zu der Zeit noch mit Kübeln löschen, denn erst 1911 bekam Lauterbach eine Handpumpe. Auch das Spritzenhaus wurde 1911 gebaut. Eine Feuerwehrmannschaft bestand zu der Zeit aus 32 Mann. Davon mussten schon 8 Mann die Pumpe bedienen, dass die Steiger am Brandherd auch Wasser hatten.
1909 bekam Lauterbach vom Bezirksfeuerwehrverband anlässlich des Verbandstages beim „Kraisy“ in Dachau 20 Mark für die gute Instandhaltung der Feuerwehrrequisiten.
1922 Der nächste dokumentierte Brand sucht das Ziegler-Anwesen heim und vernichtet es fast vollständig.
1926 mußte die Feuerwehr zum Hof des „Schuster Leonhard“ um da zu retten was noch zu retten war.
1933 wurde der Einsatz der Wehr beim Brand des „Sattler“ notwendig.
1937 brannte der Grubhof lichterloh und die Feuerwehrler hatten alle Hände voll damit zu tun, ein Übergreifen des Feuers auf die anderen Gebäude zu verhindern.

1941, wohl angesichts des Krieges und der Bomben, schaffte die Gemeinde eine Motorspritze an. Die Leistung betrug stattliche 800 l/min., sodass nun wirkungsvoller gelöscht werden konnte.
1944 schlug eine Fliegerbombe in Machtenstein ein und zerstörte ein Anwesen ganz und ein anderes zur Hälfte. Um noch zu retten, was möglich war, musste die Lauterbacher Wehr ausrücken. Leider gab es dabei auch 4 Tote zu beklagen.
Während des Krieges wurden auch die Frauen zum Löschdienst rekrutiert, denn die Männer waren ja fast alle auf dem „Feld der Ehre“. Eine wohl zweifelhafte Ehre

1952, am 22. Mai, vernichtete ein verheerender Brand das Anwesen beim „Schaffler“. Hier war die ganze Kraft und das Können der Feuerwehren gefordert, um ein Übergreifen der Flammen auf das nahe liegende Wirtshaus vom Haas zu verhindern.
1954, am 20. Juni, wurde der Bauernhof beim Groß in Priel ein Raub der Flammen. Zum großen Erstaunen der einheimischen Wehren und der zahlreichen Zuschauer kam die Flugplatzfeuerwehr von Fürstenfeldbruck mit einem Schaumlöschzug und versuchte, damit die Flammen zu ersticken. So etwas hatte man bis dahin noch nicht gekannt.
1960 mußten die Lauterbacher Wehrmänner nach Hilpertsried zu einem Großbrand ausrücken und „durften“ 3 Tage lang Brandwache halten um ein stetiges Aufflackern des Feuers immer wieder zu verhindern.
Ebenfalls 1960 brannte beim Sailer der Holzstadel völlig nieder, ohne dass die Feuerwehr das hätte verhindern können.
1961 und 62 mußten die Lauterbacher nach Bogenried, wo ein Großfeuer Teile des dortigen Bauernhofes vernichtet hat und nach Einsbach zum „Bachjakl“ wo ebenfalls das Anwesen völlig zerstört wurde.
1971 Ein weiterer Großbrand, ausgelöst durch Blitzschlag, vernichtete am 25. Mai 1971 den Stall und den Stadel beim Rennhofer. Trotz beherztem Einsatz der Wehrmänner konnte großer Schaden nicht verhindert werden.
1971 und 1981 brannte der Wald in der „Mitteleiche“ wo ebenfalls der Einsatz der Lauterbacher Wehr gefordert war.
1986 am 3. September wurde die Wehr nach Sulemoos zum „Hofreiter“ gerufen, wo ein Großbrand die Hühnerstallungen bedrohte, teilweise sogar vernichtet hat.
1991 brannte die Schutzhütte im Holz beim Graf v. Hundt bis auf die Grundmauern nieder, ohne dass die Feuerwehrleute das verhindern konnten.
Zwischen den Brandeinsätzen mussten auch noch bei Unfällen auf den Straßen technische Hilfe geleistet werden.
Die Kommandanten der freiwilligen Feuerwehr Lauterbach
| 1. Kommandant | ||
| von | bis | |
| 1901 | 1907 | Christian Hartmann |
| 1907 | 1926 | Johann Socher |
| 1926 | 1934 | Peter Höchendorfer |
| 1934 | 1949 | Georg Fischer |
| 1949 | 1959 | Georg Hofmann |
| 1959 | 1968 | Simon Hofmann |
| 1968 | 1996 | Josef Sailer |
| 1996 | 2010 | Erwin Heinzinger |
| 2010 | Heute | Andreas Bigelmaier |
| 2. Kommandant | ||
| von | bis | |
| 1901 | 1926 | Josef Gierster |
| 1926 | 1934 | Johann Socher |
| 1934 | 1945 | Peter Höchendörfer |
| 1968 | 1996 | Georg Hartmann |
| 1996 | 2010 | Andreas Neuhäusler |
| 2010 | Heute | Stefan Solleder |
| Kassier | ||
| von | bis | |
| 1901 | 1912 | Balthasar Hellmeier |
| 1912 | 1934 | Christian Hartmann |
| 1934 | 1954 | Georg Hofmann |
| 1954 | 1966 | Josef Schwank |
| 1966 | 1968 | Josef Fleischer |
| 1968 | 2001 | Georg Hartmann |
| 2001 | 2008 | Markus Schneider |
| 2008 | heute | Thomas Duveneck |
Georg Fischer war von 1945 bis 1960 auch Kreisbrandmeister.
1964 wurde das Spritzenhaus abgerissen und ein neues Feuerwehrhaus gebaut.
Im Jahre 1993 schaffte man endlich eine Fahne an, nach dem man immer nur mit einer Standarte auskommen musste.
Am 20. Juni 1993 wurde mit einem schönen Fest die Fahne geweiht.
Die Feuerwehrkameraden aus Machtenstein/Kreuzholzhausen standen Pate. Nach der kirchlichen Weihe zog am Nachmittag ein langer Festzug durch die schön geschmückte und herausgeputzte Ortschaft.
1970 wurde die alte Motorspritze gegen eine neue, ebenfalls auf einem Anhänger ersetzt.
1995 legte wieder eine Gruppe mit G. Haas, A. Neuhäusler, N. Schmid, A. Reinbold, M. Resch,
E. Heinzinger, P. Kellerer, Jakob Sailer, Josef.Sailer das Leistungsabzeichen erfolgreich ab und auch 1997 war das der Fall.
1996 wurde das Jugendleistungsabzeichen von E. Heinzinger, St. Solleder, M.Schneider, M. Fischbacher, Th. Sailer und T. Schlämmer mit der FW Kreuzholzhausen/Eisolzried abgelegt.
1996 übergab Josef Sailer das Kommando an Erwin Heinzinger. Dieser führt die Freiwillige Feuerwehr Lauterbach bis heute sehr erfolgreich.
5. Mai 2001 Feier des Hundertjährigen Gründungsfestes.
Im Herbst 2003 erhielt die Freiwillige Feuerwehr Lauterbach ihr erstes Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF)
Bei der Jahreshauptversammlung im März 2006 teilte man die immer umfangreicher werdenden Aufgaben des bisherigen Kommandanten und Vorstandes Erwin Heinzinger auf mehrere Personen auf, sodass neben dem Kommandanten ein 1. Vorstand Norbert Schmid und 2. Vorstand Roman Stern gewählt wurden.
2006 kaufte man mit Hilfe von Sponsoren einen gebrauchten VW-Bus, der zum Mehrzweckfahrzeug (MZF) umgebaut wurde.
2010 wurde das neue Gerätehaus (Haisl) nach Baubeginn in 2009 fertiggestellt und eingeweiht.
